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Bauholz

Initiative Trockenes Bauholz

viele Baufamilien glauben immer noch, dass Risse im Holz normal sind, dass Holz „arbeiten“ muss,
oder dass Holz schimmelt. Der Bauherr nimmt diese Dinge entweder in Kauf oder verzichtet lieber ganz
auf den Einsatz von Holz.
Schimmel an Dachbalken oder Risse im Holz sind oft die Folge von Feuchtigkeit. Doch viele Menschen
sind sich nicht bewusst, dass die Feuchtigkeit oft in dem Holz selber sitzt. Sägefrisches Holz enthält
zwischen 40 und 60 Prozent Feuchtigkeit. Beim Dachstuhl eines Einfamilienhauses entspricht das demVolumen von zwei vollen Badewannen!
Gefahrlos ist dies, wenn das Holz, bevor es beim Dachausbau verkleidet wird, wie vorgeschrieben,
sechs Monate austrocknen kann. Die Probleme tauchen auf, wenn das Dachgeschoss sofort um das
noch feuchte Gebälk ausgebaut und gedämmt wird. Das feuchte Holz hat keine Zeit, langsam
auszutrocknen, und es kommt fast unweigerlich zu Schäden.
Daher sollte beim Bau des Daches nur trockenes Bauholz mit einer Restfeuchte unter 20 Prozent
verwendet werden. Das trockene Holz ist rissarm und resistent gegen Pilz- und Insektenbefall. Auch auf
den Einsatz chemischer Holzschutzmittel kann weitestgehend verzichtet werden. Das trockene Holz
kostet zwar ein wenig mehr, aber dafür erspart man sich viele Folgekosten und Ärger.
Ein Beispiel: Bei Einsatz von trockenem Bauholz würde der Dachstuhl für ein Einfamilienhaus weniger
als 500 Euro mehr kosten.
Durch Verwendung von getrocknetem Bauholz kann in den meisten Verwendungsbereichen auf
Holzschutzmittel verzichtet werden, d. h. Mensch und Umwelt werden dieser Belastung nicht
ausgesetzt, das Wohnklima wird erheblich verbessert.
Hinweis: Wir, als Zimmerleute sind nach der VOB 2000 dazu verpflichtet, schriftlich bei unserem
Auftraggeber Bedenken anzumelden, falls feuchtes Bauholz ausgeschrieben wird.
In der VOB 2000, die seit Anfang 2001 eingeführt ist, wird der Einsatz von getrocknetem und sortiertem
Bauholz nach DIN bereits vorgeschrieben. Zitat: „Bauschnitthölzer sind ... mit einer Holzfeuchte von
höchstens 20% einzubauen. Nur bei Konstruktionen, bei denen das Holz ungehindert nachtrocknen
kann und deren Bauteile gegenüber den hierbei auftretenden Verformungen nicht empfindlich sind,
dürfen Bauschnitthölzer halbtrocken eingebaut werden. (...)“.
Die Verwendung von trockenem Bauholz ist also Pflicht! Und, nach deutschem Baurecht haben
Auftraggeber einen Anspruch auf Leistungen, die dem Stand der Technik entsprechen.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.

 






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